Pressemitteilung —
burgbad setzt Baumpflanzaktionen fort
Der Badmöbelproduzent aus Bad Fredeburg engagiert sich zum wiederholten Mal bei der Wiederaufforstung eines „Käferlochs“ im Schmallenberger Stadtwald. Warum der Wald bei der Anpassung an den Klimawandel Hilfe braucht.
Dem Wald im Sauerland ist der Klimawandel anzusehen: Kahle Hänge und die noch nicht gänzlich beseitigten Gerippe abgestorbener Fichten machen die Herausforderungen deutlich, vor denen Deutschland steht. Weniger sichtbar, weil zeitverzögert und nur an der Kronendichte abzulesen, sind laut Waldzustandsbericht 2025 aber auch viele Laubbäume vom Klimawandel betroffen – vor allem Eichen und Buchen. Insgesamt gilt nur noch jeder fünfte Baum als gesund.
Eine Sisyphos-Aufgabe, so scheint es. Doch ist es wirklich notwendig, dass der Mensch hier eingreift? Die aufgrund des Fichtensterbens 2018 bis 2020 entstandenen Störbilder verschwinden zunehmend in der öffentlichen Wahrnehmung. Man hat andere Probleme. Da, wo der Fingerhut purpurn blüht und Lichtungen sich mit frischem Birkengrün füllen, freuen sich die Wanderer und scheinen die Stimmen Recht zu behalten, die sagen: Die Natur hilft sich selbst – man sollte sie besser in Ruhe lassen.
Jetzt Artenvielfalt fördern für den Zukunftswald
Nicht ganz, sagt Förster Christian Bröker. „Natürlich wächst der Wald auch durch Naturverjüngung wieder auf. Doch ohne Kulturmaßnahmen wachsen hier vor allem die Fichten nach. Wenn man die Flächen sich selbst überlässt, ist die Gefahr von Monokulturen größer.“ Forstfachleute und Wissenschaft fürchten, dass die angepassten Folgekulturen dann zu lange brauchen, um mit der Geschwindigkeit des Klimawandels Schritt zu halten. „Wir versuchen hier, mit der Natur zu arbeiten, nicht gegen sie. Wir übermulchen die Kalamitätsflächen nicht einfach, sondern integrieren zusätzlich neue Baumarten“, erläutert der Revierleiter der Stadt Schmallenberg weiter. „Im Sauerland werden wir die Fichte irgendwann wohl nur noch in kleinen Vorkommen auf den höchsten Lagen sehen.“
burgbad hilft Bergahorn anzusiedeln
Der Waldumbau ist eine Generationenaufgabe ohne schnell sichtbare Erfolge. Aber es lohnt sich, dranzubleiben! Mit diesem Gefühl beendete das burgbad-Team rund um CEO Stefan Sallandt im April seine inzwischen vierte Pflanzaktion, bei der dieses Mal rund 500 junge Bäume – hauptsächlich Bergahorn – gesetzt wurden. Die als besonders robust und anpassungsfähig geltende Baumart soll die im Schmallenberger Stadtwald neu entstehenden Kulturen u.a. von Rotbuche, Roteiche und Küstentanne ergänzen. Hier wächst ein Mischwald aus mosaikartig kombinierten Baumfamilien heran, der durch die bereits natürlich wieder hochkommenden Ebereschen und Fichten ergänzt wird.
In schwierigem und steilem Gelände, aber bei herrlichem Wetter halfen elf Mitarbeitende von burgbad mit Spaten und sackweise gespendeten Setzlingen den Forstarbeitern bei der Wiederaufforstung eines Abschnitts rund um das geschützte Quellgebiet der Henne.
Erste Pflanzaktion 2021: Messbarer Erfolg nach fünf Jahren
Einen kleinen Eindruck von dem künftigen Bild „ihres“ Waldes konnten die Pflanzhelfer beim Besuch ihrer ersten, vor 5 Jahren angelegten Kultur gewinnen: Nur ein kleines Stück oberhalb vom Einsatzgebiet stehen die 2021 von burgbad-Mitarbeitenden liebevoll in die Erde gebrachten Weißtannen und Roteichen im (Sonnen-)Schutz wild wachsender Ginsterbüsche, Ebereschen und Birken – den Pionieren auf den Kalamitätsflächen, die der Borkenkäfer in den durch Klimastress und Dürre geschwächten Wald gefressen hatte.
burgbads CEO Stefan Sallandt steht zusammen mit Konstantin Müller, dem Head of Sustainability Management von burgbad, zwischen eben jenen Lärchen, bei deren Pflanzung er vor fünf Jahren geholfen hatte. Inzwischen sind sie schon größer als er. „Wer mit Holz arbeitet, trägt Verantwortung für den Umgang mit diesem Rohstoff“, so Sallandt. „Eine nachhaltige Forstwirtschaft ist entscheidend, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig ökonomische und ökologische Interessen in Einklang zu bringen.“ Und Konstantin Müller ergänzt: „Durch eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder sorgen wir auch für nachhaltige Lieferketten. Sie sind der beste Schutz vor dem unkontrollierten Kahlschlag der Urwälder weltweit.“
Langfristige Kooperationen zum Wohle der Region
Das Ziehen von Setzlingen aus den selbst geernteten Baumsamen, die Anlage und Pflege neuer Kulturen, das Monitoring, der immer wichtiger werdende Brandschutz und eine entsprechende Instandsetzung der Waldwege: Aufforstung und Waldpflege kosten Zeit und Geld. „All das braucht Unterstützung. Nachhaltigkeit erfordert nun mal einen langen Atem. Wir müssen also dranbleiben“, erklärt burgbads Nachhaltigkeitsmanager Konstantin Müller. Der Wald hat für alle eine existenzielle Bedeutung, etwa als CO2-Speicher und Klimapuffer, für die Trinkwasserversorgung, als Holzlieferant, zum Schutz vor den Auswirkungen von Starkregenereignissen und nicht zuletzt als Erholungsgebiet für die Menschen in der Region.
Bunt gemischter Zukunftswald
„Unser Ziel ist ein naturnaher, bunt gemischter Zukunftswald, in dem sich diejenigen Baumfamilien durchsetzen können, die dem Klimawandel am besten standhalten“, erklärt Förster Christian Bröker. Das verringere das Risiko, aufs falsche Pferd zu setzen. Wenn man nicht genau vorhersehen kann, wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln, sei – vergleichbar mit dem Finanzmarkt – Diversifizierung die beste Zukunftsvorsorge.
Dazu braucht es nicht nur die Unterstützung durch engagierte Unternehmen wie burgbad, sondern auch koordinierte Strategien von Forstwirtschaft, Brandschutz und Jagd sowie waldpädagogische Aufklärung möglichst breiter Gesellschaftsgruppen. Auch die Unterstützung und Beratung der vielen kleinen Privatwald-Besitzer durch die Landesforstämter und Informationsportale wie waldinfo.nrw.de sind wichtig, da diese rund 60 Prozent des Waldbestands in Nordrhein-Westfalen verwalten. „Der Klimawandel erfasst uns jetzt mit Gewalt, und wir müssen schauen, dass wir das Beste daraus machen und für die Zukunft besser aufgestellt sind“, lautet Christian Brökers abschließender Appell.
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burgbad, deutscher Hersteller von Möbeln und Einrichtungskonzepten für das Bad, wurde 1946 im westfälischen Bad Fredeburg gegründet. Seit 2010 ist das international agierende Unternehmen mit Produktionsstandorten in Bad Fredeburg, Greding, Lauterbach-Allmenrod sowie im französischen Nogent le Roi 100%ige Tochter der ECZACIBASI-Gruppe. Die Marke burgbad bietet unzählige kreative Lösungen zur Verwirklichung von individuellen, stilsicheren Bädern in hoher ästhetischer und technischer Qualität. www.burgbad.com